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Ressourcenschonender Umgang mit Grund und Boden

30.05.17  

Bauland steht nicht unbegrenzt zur Verfügung und nicht jedes Grundstück ist für die Errichtung von Wohnanlagen geeignet.

Zudem steigen seit Jahren in der Landeshauptstadt Salzburg aber auch in den Städten und größeren Gemeinden in den Bezirken die Grundstückspreise – ein Ende dieses Höhenflugs ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Auf diese Entwicklung weisen die Salzburger gemeinnützigen Bauvereinigungen – gswb, Salzburg Wohnbau, Heimat Österreich, die salzburg, Bergland und Eigenheim St. Johann – bereits seit Jahren hin und machen auf die Problematik der knappen Verfügbarkeit geeigneter Baugrundstücke aufmerksam.

Eine besonders sinnvolle Form von Nachverdichtung im städtischen Gebiet stellt die Überbauung von gewerblich genutzten  Flächen dar. „Werden Grundstücksflächen in urbanen Lagen nur von eingeschoßigen Gewerbeeinrichtungen wie zum Beispiel Nahversorgermärkten genutzt und steht für diese Einrichtungen ein großer Umbau oder gar Neubau an, wäre eine Überbauung mit Wohnungen eine interessante Alternative“, erklärt der Obmann der gemeinnützigen Bauvereinigungen Salzburgs,
Dir. Dr. Christian Wintersteller. Voraussetzung für jedes Nachverdichtungsprojekt ist aber die Genehmigung einer höheren Baudichte durch die Behörde.

„Der Vorteil liegt auf der Hand: Für die Errichtung neuer Wohnungen muss bei dieser Art einer sinnvollen städtischen Nachverdichtung kein unbebautes Grundstück verwendet werden“, so Dir. Markus Sturm, Obmann-Stellvertreter der gemeinnützigen Bauvereinigungen Salzburgs.

„Gewerbe light“ und Wohnen funktioniert

Bei der Planung größerer Wohnanlagen in frequentierten Stadtlagen prüfen die Salzburger Gemeinnützigen auch die bauliche Integration eines Nahversorgermarktes. Bei einer Planung eines gemischt genutzten Hauses – d. h. Nahversorger im Erdgeschoß und Wohnungen in den Obergeschoßen – wird auf potenzielle Problemfelder Augenmerk gelegt:  Einer höheren Verkehrsfrequenz durch den täglichen Kundenstrom muss mit entsprechenden Geschäftszufahrten und einem wirkungsvollen Parkmanagement Rechnung getragen werden. Lärmbelastung durch die tägliche Belieferung des Nahversorgers wird durch bauliche Abschottung des Anlieferbereichs zu den Wohnungen vermieden.

Zu den großen Vorteilen einer Integration von Geschäftsflächen in einem Wohnbau in urbaner Lage zählen

-          die sinnvolle Ausnutzung eines Grundstückes und insbesondere die Nutzung der Sockelzone, die für Wohnen oftmals nicht geeignet ist

-          die Bereitstellung einer Nahversorger-Infrastruktur

Die Erfahrungen für ein funktionierendes Miteinander emissionsarmer Gewerbebetriebe und Wohnen zeigen, dass dies sehr gut möglich ist und von den Bewohnern auch gerne angenommen wird.

 

Vorzeigeprojekte der Mitgliedsunternehmen der GBV Landesgruppe Salzburg

gswb: Billa in der Sterneckstraße, Salzburg

Die gswb hat gemeinsam mit der Viktoria Projektbau auf einem Baurechtsgrund des ehemaligen Fuchsengutes an der Ecke Sterneckstraße/Vogelweiderstraße eine Wohnanlage mit insgesamt 44 Miet- und 22 Eigentumswohnungen errichtet. Im Erdgeschoß ist ein Supermarkt der Handelskette Billa untergebracht.

Heimat Österreich: Lidl in der Bahnhofsstraße, Salzburg

Gemeinsam mit Kainz Immobilien und Lidl Österreich hat die Heimat Österreich 2008 auf einem Grundstück in der Bahnhofstraße bzw. Kirchenstraße eine Wohnanlage mit 98 Wohnungen inklusive Tiefgarage errichtet. Integriert wurden Verkaufsflächen für den Nahversorger Lidl.

„die salzburg“: Billa in der Siebenstädterstraße, Salzburg

Eine Durchmischung von Generationen und die Errichtung von Verkaufsflächen waren für die Genossenschaft „die salzburg“ die Hauptkriterien für das Konzept der Bebauung des fast 15.000 Quadratmeter großen Grundstückes in der Siebenstädterstraße in Salzburg. Neben 56 geförderten Mietwohnungen, 32 Appartements, die den Kriterien des „Betreutes Wohnen“ entsprechen, einem Seniorenheim und einem Tagespflegezentrum sowie einer Krabbelstube wurden Geschäftsflächen für einen Billa Supermarkt und ein Blumengeschäft errichtet.

Wohnbau Bergland: SPAR im Ortszentrum von Grödig

Eine Wohnanlage mit 41 Mietwohnungen sowie Geschäftsflächen für einen SPAR Supermarkt hat die Genossenschaft Wohnbau Bergland in der Gemeinde Grödig errichtet. Das Bauprojekt wurde mit Dezember 2013 gestartet und in 19 Monaten fertiggestellt. Ende 2014 hat der Supermarkt eröffnet, Mitte 2015 konnten die Wohnungen übergeben werden.

 

Salzburg Wohnbau: Ginzkeyplatz - Ginzkeycarré

Auf einem 6.000 Quadratmeter großen Areal der „Alten Schranne“ am Ginzkeyplatz im Stadtteil Herrnau hat die Salzburg Wohnbau 2015 ein interessantes Projekt mit Vorbildwirkung errichtet: Gleich neben dem Möbelhaus Leiner wurden in Kombination mit Geschäftsflächen in drei Bauteilen 81 Mietwohnungen errichtet (25 davon ohne Wohnbauförderung).
Das vom renommierten Architekturbüro „kadawittfeldarchitektur“ aus Aachen geplante Projekt ist ein architektonisches Vorzeigeprojekt. Es vereint urbanes Wohnen optimal mit viel Freiraum und Privatsphäre. So kann man von den drei Wohnbauteilen über eine großzügige Freitreppe ein begrüntes Plateau mit Ruhebereichen, Privatgärten und Spielflächen für Kinder erreichen. In die Geschäftsflächen im Erdgeschoß sind ein Billa- und ein BIPA-Store sowie eine „Fussl Modestraße“ platziert. In der Geschäftszeile befindet sich auch die Trafik Bernardi, die schon vor Baubeginn am Gelände ansässig war.

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