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Bauleistungen der Gemeinnützigen auf hohem Niveau

05.10.10  

Die Salzburger gemeinnützigen Bauvereinigungen – gswb, Salzburg Wohnbau, Heimat Österreich, Die „Salzburg“, Bergland und Eigenheim St. Johann – zählen mit einem Investitionsvolumen von 276 Millionen Euro in Neubau und

 

Sanierung zu den größten Auftraggebern der heimischen Bauwirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das sogar eine Steigerung von 20 Prozent – in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein umso mehr beachtenswerter Faktor. Heuer werden in Stadt und Land Salzburg rund 1.250 Miet-, Mietkauf- und Eigentumswohnungen fertig gestellt und übergeben. Diese Anzahl an Wohneinheiten entspricht einer Fläche von zusammen mehr als 83.000 Quadratmetern. „Wir gehen auch für 2011 von einem Bau- und Sanierungsvolumen auf diesem hohen Niveau aus und erwarten Bauleistungen im Ausmaß von mehr als 270 Millionen Euro. Mit einem  kontinuierlich hohen jährlichen Investitionsvolumen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung in unserem Land“, so GBV-Obmann Dir. Dr. Christian Wintersteller.

 

Schwerpunkt Stadt Salzburg

„Fast die Hälfte der heuer übergebenen Wohnungen entfällt auf die Landeshauptstadt Salzburg und Gemeinden im Flachgau. Aber auch in den Bezirken Innergebirg haben wir bemerkenswerte Projekte vorzuweisen. Mehr als 80 Prozent der von unseren Mitgliedsunternehmen errichteten Einheiten sind Mietwohnungen, der Rest entfällt auf Eigentum. Damit ist unser Schwerpunkt klar dokumentiert“, so der stellvertretende GBV-Obmann Dir. Markus Sturm.

 

Verwaltungseinheiten

Salzburgs Gemeinnützige verwalten im gesamten Bundesland rund 87.000 Wohnungen, Geschäftslokale, Kommunalbauten, Garagen sowie Autoabstellplätze in Tiefgaragen und im Freien. Davon entfallen alleine 64.600 Einheiten auf Wohnungen.

 

Arbeitsplätze werden gesichert

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 276 Millionen Euro für Neubau und Sanierung tragen die gemeinnützigen Bauvereinigungen maßgeblich zur Arbeitsplatz¬sicherung im Land Salzburg bei. Laut einer Berechnung des Österreichischen  Wirtschaftsforschungsinstituts werden mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro im Bereich Neubau etwa 1.000 Arbeitsplätze gesichert. Im Bereich Sanierung und Instandsetzung sind es sogar 1.700 Arbeitsstellen. Mit einem Neubauvolumen von rund 248 Millionen Euro und etwa 28 Millionen Euro, die in die Sanierung von Wohnanlagen fließen, sichern die gemeinnützigen Bauträger Salzburgs rund 3.000 Arbeitsplätze und stärken die Kaufkraft in diesem Land nachhaltig. Hinzu kommen noch jene Dienstnehmer, die direkt bei einer gemeinnützigen Bauvereinigung beschäftigt sind. Rechnet man die beschäftigten Angestellten und Hausbesorger noch hinzu, sind es mehr als 4.000 Arbeitsplätze, die gesichert werden.

 

gswb: Neubau der Einöd-Siedlung in Zell am See bringt

34 neue Wohnungen

Die aus den 1940er Jahren stammende Einödsiedlung in herrlicher Wohnlage mit unverbaubaren Blick auf den Zeller See wird abgerissen und in vier Bauetappen neu errichtet. Die Wohnhäuser wurden mit den seinerzeit zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln und Baustoffen errichtet und weisen dementsprechend große Mängel an der Bausubstanz auf. Eine Generalsanierung und Instandsetzung ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Deshalb hat sich die gswb zum Neubau entschlossen und in Absprache mit den Bewohnern ein Umsetzungskonzept zur Neuerrichtung und Neugestaltung der gesamten Siedlung erarbeitet.

 

Moderne Wohnungen

Das Architekturbüro Köck aus Saalfelden hat die neuen Wohnungen mit zeitgemäßen Grundrissen geplant. Sie werden über Zentralheizung, Lifte, Balkone, Terrassen bzw. Gärten verfügen. Jedem Bauabschnitt ist eine eigene Tiefgarage zugeordnet, jede Wohnung verfügt über einen eigenen Abstellplatz. Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch die Erschließungsstrasse für die Siedlung erneuert und die Einmündung in die Landesstrasse verkehrs- und sicherheitstechnisch wesentlich verbessert.

 

Mehr Wohnungen entstehen

Im Zuge des Neubaus werden auch 34 zusätzliche, von der Stadt Zell am See dringend benötigte Wohnungen entstehen. Besonders erfreulich ist, dass für diese zusätzlichen Wohneinheiten kein neues Bauland in Anspruch genommen werden muss. Nach Übergabe des vierten und letzten Bauabschnitts werden in der Einöd-Siedlung insgesamt 88 Wohnungen zur Verfügung stehen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro.

 

Salzburg Wohnbau: Generationenprojekt für Bischofshofen

Ein interessantes Projekt wird derzeit von der Salzburg Wohnbau in Bischofshofen realisiert. In zentraler Lage im Stadtteil „Neue Heimat“ entstehen ein Seniorentageszentrum, weiters 68 geförderte Mietwohnungen, davon 49 Seniorenwohnungen und ein Kindergarten. Die Objekte werden in zwei Bauabschnitten nach den Plänen des Salzburger Architekturbüros „kofler architects“ errichtet. Kürzlich konnten die ersten Gebäude mit 48 Mietwohnungen, davon 39 Wohneinheiten, die speziell auf die Bedürfnisse von Senioren abgestimmt sind, und das Tageszentrum übergeben werden. Der Kindergarten und weitere Wohnungen sind noch in Planung.

 

Generationenwohnen immer wichtiger

Wohnmodelle für mehrere Generationen gewinnen immer mehr an Bedeutung. In dem Vorzeigeprojekt in Bischofshofen wird der Kontakt zwischen Jung und Alt vorbildlich gefördert und einer Vereinsamung von älteren Menschen entgegengewirkt.

 

Bei dem Projekt in Bischofshofen wird nicht nur integratives Wohnen optimal umgesetzt, sondern die Gebäude punkten auch durch eine ökologische und energieeffiziente Bauweise. So werden die Häuser an das umweltfreundliche Fernwärmenetz angeschlossen. Durch eine Solaranlage wird die Heizung und Warmwasseraufbereitung in den Objekten unterstützt. Außerdem wird eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung eingesetzt.

 

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 6,2 Millionen Euro.

 

 

Heimat Österreich: „Reconstructing“ in Schwarzach

 

Die Wohnanlage in der Dr.-Alois-Vogl-Straße in Schwarzach wurde 1975 im Rahmen eines Baurechts der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Salzburg von der Heimat Österreich errichtet. Mehr als 140 Garconnieren standen den Mitarbeitern des Krankenhauses Schwarzach zur Verfügung. Da die Häuser nach über 30 Jahren den Bewohnern keinen zeitgemäßen Standard mehr boten, kam es Ende 2004 zu ersten Überlegungen, wie man durch Generalsanierung die Bausubstanz und Wohnqualität verbessern kann. So fehlten beispielsweise dringend benötigte Parkplätze. Einrichtungen wie Sauna und Schwimmbad waren aus Kostengründen nicht mehr in Betrieb. Die Gebäude verursachten hohe Erhaltungskosten. Es wurde daher eine Nutzungsänderung und Generalsanierung beschlossen.

 

Neubau günstiger als Sanierung

Bei einer eingehenden Überprüfung der Gebäudesubstanz wurde festgestellt, dass die Struktur für eine Modernisierung nicht optimal war. Die Ausschreibung der Bauleistungen zeigte letztlich, dass Abbruch und Neubau kostengünstiger wären. Es wurde daher beschlossen, einen etappenweisen Abbruch samt komplettem Neubau zu realisieren. Durch die Nutzung der verfügbaren Bebauungsdichte konnte trotz Beibehaltung von Lage und Grundfläche der Gebäude deutlich mehr an Nutzfläche erzielt werden.

 

Kooperation Vermieter / Baumanagement / Mieter als Erfolgskriterium

Der bisherige Generalmieter „Krankenhaus Schwarzach“ hatte ebenfalls höchstes Interesse an der Umsetzung des Projektes. So gelang in hervorragender Kooperation der Projektbeteiligten ein reibungsloser Ablauf von Aussiedlung, Abbruch, Neubau und Neubezug. Der 1. Bauteil wurde bereits Ende Juli 2007 fertig; der 2. Bauteil Ende Oktober 2008. Der Bauteil 1 (53 Einheiten) wurde wieder vom Krankenhaus Schwarzach als Generalmieter angemietet. Die Wohnungen im Bauteil 2 (54 Einheiten) werden von der Heimat Österreich vergeben. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund neun Millionen Euro und wurden über die Salzburger Wohnbauförderung finanziert.

 

 

Wohnbau Bergland: Mietwohnungen und Rotes Kreuz im Zentrum von Bischofshofen

 

Bischofshofen zählt zu jenen Gemeinden im Bundesland Salzburg, in denen die Nachfrage nach Wohnungen besonders hoch ist. Die Gemeindevertretung hat sich deshalb dafür entschieden, ihren in einer sehr guten Wohngegend gelegenen Wirtschaftshof anderenorts neu zu errichten und auf dem freigewordenen Areal sowie einem angrenzenden Grundstück Mietwohnungen zu bauen. Gleichzeitig meldete das Rote Kreuz Bedarf an, die Einsatzzentrale neu zu gestalten. Die Genossenschaft Bergland hat für die Umsetzung ein Gutachterverfahren mit fünf Architekten durchgeführt.

 

Hohe Architekturqualität durch Gutachterverfahren

Das Ergebnis ist ein Bauprojekt, das neben einer neuen Einsatzzentrale für das Rote Kreuz auch Wohnhäuser mit insgesamt 55 geförderten Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage beinhaltet. Im Frühjahr 2010 fand der Spatenstich statt, mit der Fertigstellung kann im Herbst 2011 gerechnet werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 7,1 Millionen Euro.

 

Eigenheim: 29 neue Wohnungen in Bischofshofen

Insgesamt 29 Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen errichtet die Gemeinnützige Eigenheim-Baugemeinschaft in Zentrumsnähe in Bischofshofen entlang der Salzburger Strasse. Durch die Anordnung der Baukörper des Passivhauses in U-Form und eine durchdachte Erschließung ergeben sich Wohnungen mit 2- und 3-seitigen Belichtungsmöglichkeiten. Hohe Lebensqualität bieten nicht nur die gut belichteten und barrierefrei ausgeführten Räume und die Nähe zum Stadtzentrum, sondern auch großzügige Balkone, Wohnungen mit Gärten und die Gestaltung des Innenhofes.

 

Innovatives Energiesystem

Besonders innovativ ist das Energiesystem: Die dezentrale Komfort Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kommt ohne zusätzliche Nachwärmung der Zuluft aus und ist und zusätzlich mit einer Feuchterückgewinnung ausgestattet. Eine rund 100 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach liefert kostenlose Energie der Sonne. Reicht diese für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung nicht aus, wird die erforderliche „Restwärme“ aus dem Fernwärmenetz der Bioenergie Pongau bezogen.

Medieninfo (310k)

gbv - Landesgruppe Salzburg / Tel.: +43 662-2010-0 / Fax.: +43 662-2010-8061 / E-Mail: office@wohnen.net