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Gemeinnützige beugen Delogierungen vor

10.11.10  

Wenn ein Mieter sein monatliches Mietentgelt trotz mehrmaliger Mahnungen nicht bezahlt, droht die Delogierung.

Die Gründe für die Zahlungsverweigerung sind genauso unterschiedlich wie vielschichtig. Arbeitslosigkeit, Krankheit, aber auch die fehlende Fähigkeit, mit dem zur Verfügung stehenden Geld verantwortungsbewusst zu haushalten führen zu Mietrückständen und in manchen Fällen zur Zwangsräumung der Wohnung. Bei den Salzburger gemeinnützigen Wohnbauträgern - gswb, Genossenschaft „Salzburg“, Heimat Österreich, Salzburg Wohnbau (Bausparerheim/ ÖSW/SSW), Wohnbau Bergland und Eigenheim St. Johann/Pongau – mussten 2009 insgesamt 77 Delogierungen durchgeführt werden.

„Wohnen ist ein Grundrecht, aber dem gegenüber steht aber auch die Verpflichtung, die monatliche Miete zu bezahlen. Gemeinnützigkeit heißt nicht, dass Menschen bei uns keine Miete bezahlen müssen, sobald sie kein Geld mehr haben. Allerdings sind wir sehr bemüht, unseren Mietern, die in Zahlungsnot geraten, aktiv zu helfen, damit sie die Situation wieder in den Griff bekommen. Wir arbeiten deshalb laufend mit professionellen Institutionen wie etwa der Fachstelle für Gefährdetenhilfe zusammen, um die Zahl der Delogierungen so niedrig wie möglich zu halten“,  erklärt GBV-Obmann Dir. Dr. Christian Wintersteller. „Wird einen Monat lang keine Miete bezahlt, laufen sofort die ersten Maßnahmen an, um eine drohende Delogierung zu verhindern. Bereits mit der zweiten Mahnung wird dem Schuldner in einem eigenen Schreiben nahegelegt, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, um den Mietrückstand begleichen zu können“, erklärt der stellvertretende GBV-Obmann Dir. Markus Sturm die Vorgangsweise.

 

Problemfälle steigen – Zahl der Delogierungen leicht rückläufig

Während die Fachstelle für Gefährdetenhilfe, eine Einrichtung der Soziale Arbeit GmbH (es´a.ge) von 2008 auf 2009 insgesamt zwölf Prozent mehr Beratungen verzeichnete, ist in diesem Zeitraum die Zahl der Delogierungen bei den gemeinnützigen Bauvereinigungen sogar leicht rückläufig. „Das spricht für die Effizienz unserer Arbeitsweise und die gute Gesprächsbasis, die wir mit den Salzburger Gemeinnützigen bei der Erarbeitung von Lösungen für unsere Klienten haben. Immerhin gibt es für 80 Prozent der Menschen die unsere Hilfe suchen, eine Lösung“, so der Leiter der Gefährdetenhilfe, Wilfried Raith.

 

Gefährdetenhilfe betreut mehr als 1.100 Fälle

Insgesamt betreuen die Mitarbeiter der Gefährdetenhilfe aktuell rund 340 langfristige Fälle, das sind Personen, die über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr beraten werden und bei denen die Abdeckung von Schuldenrückständen im Vordergrund steht. Bei etwa 840 Haushalten reicht allerdings ein kürzerer Beratungszeitraum, um die persönlichen Finanzen wieder in den Griff zu bekommen.  Eine umfassende Betreuung reicht von der lückenlosen Schuldenerhebung bis hin zur Beratung, wo welche Unterstützungen beantragt werden können.

2010-11-11

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