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„Selbständiges Wohnen im Alter“

03.07.13  

Die Menschen in unserem Land werden immer älter. Mit zunehmendem Alter ändern sich aber auch die Anforderungen ans Wohnen.

Die gemeinnützigen Bauträger Salzburgs – gswb, Salzburg Wohnbau, Heimat Österreich, die Salzburg, Bergland und Eigenheim St. Johann – tragen dieser gesellschaftlichen Entwicklung bereits seit Jahren Rechnung und haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Objekte, die den Kriterien des „Betreuten Wohnens“ entsprechen und somit eine weitgehend selbstständige Lebensführung im Alter ermöglichen, errichtet.

 

„So viel Eigenständigkeit wie möglich – so viel Betreuung wie gewünscht“

Mit der steigenden Lebenserwartung ist auch der Wunsch verbunden, so lange wie möglich selbständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Die demografische Entwicklung zeigt uns, dass die Zahl der Senioren überproportional ansteigt. Derzeit gibt es im Bundesland rund 100.000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. In 20 Jahren werden es über 140.000 sein, die Zahl der über 65-jährigen wird sich in diesem Zeitraum sogar verdoppeln.

Diese Tatsache verlangt nach altersgerechten Wohnformen, die eine weitgehend selbständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden zu leistbaren Preisen ermöglichen. „Die Gemeinnützigen Salzburgs sehen es als ihre Aufgabe an, auch für die ältere Generation entsprechende Wohnbauten zu errichten. Bislang wurden in Stadt und Land Salzburg mehr als 60 Wohnobjekte errichtet, die den Kriterien des „Betreuten  Wohnens“ entsprechen“, erklärt GBV-Obmann Dir. Dr. Christian Wintersteller.

Bauliche Besonderheiten sind neben einer 100prozentigen Barrierefreiheit der Wohneinheiten auch breitere Gänge, größere Bäder, die auch Platz für eine Betreuungsperson bieten und der Einbau einer Liftanlage. „Die meisten, der von den gemeinnützigen Baugesellschaften errichteten „Betreuten Wohnanlagen“ befinden sich in unmittelbarer Nähe zu einem Seniorenwohnhaus bzw. verfügen über eigene Räumlichkeiten für die Mitarbeiter der betreuenden Organisation“, schildert GBV-Obmann-Stellvertreter Dir. Markus Sturm die infrastrukturellen Gegebenheiten.

Die gemeinnützigen Bauträger im Bundesland Salzburg wollen ihr Engagement für dieses Wohnungsangebot zukünftig noch verstärken. Zahlreiche Projekte in Stadt und Land Salzburg sind in Planung bzw. bereits in Bau.

 

Dienstleistungen des „Betreuten Wohnens“

„Betreutes Wohnen“ verbindet selbstständiges und barrierefreies Wohnen mit Hilfestellung im täglichen Leben durch qualifizierte Fachkräfte und eine Vielzahl an Freizeit-Angeboten direkt im Haus. Die Bewohner können die Angebote in Anspruch nehmen, müssen aber nicht. Ziel ist, den Senioren bei dauerhaftem oder vorübergehendem Bedarf den Alltag so einfach wie möglich zu gestalten.

 

Drei „Vorzeigeobjekte“ der Salzburger Gemeinnützigen im Überblick:

Station 1: Bergheim, Furtmühlstrasse 6: Betreutes Wohnen im ehemaligen

Fischkrieghaus (Heimat Österreich)

Station 2: Salzburg, Konrad-Laib-Strasse: Seniorenwohnhaus in Passivhausqualität

(die Salzburg)

Station 3: Wals, Lagerstrasse 1: Generationenübergreifende Wohnanlage &

Seniorenzentrum „Walser Birnbaum“ (Salzburg Wohnbau)

Betreutes Wohnen im ehemaligen Fischkrieghaus, Bergheim (Heimat Österreich)

Das als Fisch-Krieg-Haus bekannte Gebäude wurde vor rund 100 Jahren als Mühle erbaut, bevor es von Hans Krieg erworben und zu einer Fischmarinadenfabrik umgebaut wurde. 2003 kaufte die Gemeinde Bergheim das Haus, das sich in unmittelbarer Nähe des Seniorenhauses St. Georg befindet, mit dem Ziel, alten Menschen ein „Betreutes Wohnen“ zu ermöglichen. Mit dem Bau des Projekts wurde mit Hilfe der Salzburger Wohnbauförderung im Jahr 2011 begonnen. „Besonders ist, dass die Grundsubstanz dieses geschichtsträchtigen Hauses erhalten blieb und dennoch alle Anforderungen an das „Betreute Wohnen“ erfüllt werden“, so Dir. Ing. Stephan Gröger, Geschäftsführer der Heimat Österreich. Für die Errichtung der 26 barrierefreien Wohnungen wurde mit dem Architekten BM Dipl.-Ing. Manfred Scheiber der optimale Planer gefunden. Für die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner konnte mit dem Hilfswerk ein erfahrener und zuverlässiger Partner gewonnen werden.

 

Seniorenwohnhaus in Passivhausqualität (die Salzburg)

Bei diesem Objekt handelt es sich um die erste Seniorenwohnanlage in der Stadt Salzburg, die in Passivhausqualität errichtet wurde. Das Wohnhaus umfasst 39 Wohnungen, die barrierefrei und rollstuhlgerecht konzipiert sind. Das Haus liegt ruhig und dennoch in zentraler Lage am Hellbrunner Bach nahe der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg. „Bei diesem Projekt ist es gelungen, die Architektur und die für Senioren notwendige Funktionalität in Einklang zu bringen“, so Geschäftsführer Dir. Markus Sturm. Energietechnisch besonders an diesem Objekt ist die zentrale Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, eine Solaranlage mit 154 m² Kollektorfläche und 15.000 Liter Pufferspeicher, ein zusätzlicher Fernwärmeanschluss und eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Das Haus verfügt über 15 2-Zimmer-Wohnungen mit jeweils rund 55 m² sowie 24 1-Zimmer Wohnungen mit je ca. 40m² sowie einem Gemeinschaftsraum. Außerdem verfügt das Haus über eine parkähnliche Gartenanlage.

 

Generationenübergreifende Wohnanlage & Seniorenzentrum „Walser Birnbaum“ (Salzburg Wohnbau)

Ein Vorzeigeprojekt hat die Salzburg Wohnbau in der Gemeinde Wals realisiert. Insgesamt wurden 76 moderne Wohneinheiten – aufgeteilt auf sechs Häuser – errichtet. Davon sind 18 Wohnungen behindertengerecht ausgestattet und entsprechen somit den speziellen Bedürfnissen von Senioren und körperlich beeinträchtigten Bewohnern. „Die Besonderheit dieses Objekts liegt in der generationenübergreifenden sozialen Einbindung älterer und junger Menschen, die gemeinsam unter einem Dach leben“, erläutert Salzburg Wohnbau-Geschäfts­führer
DI Christian Struber. In der Anlage ist außerdem ein Seniorentageszentrum untergebracht. Das Salzburger Hilfswerk gewährleistet dort während des Tages eine intensive Betreuung und Unterstützung älterer Menschen.

Das Vorzeigeprojekt in Wals wurde nach den Plänen des Salzburger Architekten Mag. Erich Wagner realisiert. Die 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen (45 m2 bis 85 m2) verfügen über geräumige Gartenanteile bzw. großzügige Terrassen oder Balkone. Beheizt werden alle Häuser mittels Pellets, zusätzlich unterstützt durch Sonnenkollektoren.

 

Bildtexte:

Foto 1: Das "Fischkrieghaus" in Bergheim der Heimat Österreich beherbergt 26 Einheiten, die den Kriterien des betreuten Wohnens entsprechen.

 

Foto 2 : Besichtigung des in Passivhausqualität ausgeführten Hauses "Radauer" der Wohnbaugenossenschaft "die Salzburg" in der Landeshauptstadt. V.l.n.r.: Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Dr. Roland Wernik, MBA, GBV-Obmann Dir. Dr. Christian Wintersteller, Prok. Christiane Berger (Heimat Österreich), Landesrat Hans Mayr und GBV-Obmann-Stv. Dir. Markus Sturm.

 

Foto 3: Der "Walser Birnbaum" wurde von der Salzburg Wohnbau errichtet und gilt als Paradebeispiel für betreutes Wohnen in Salzburg.

 

Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – Revisionsverband – Landesgruppe Salzburg, per Adresse: Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft mbH (gswb), Pressestelle Dr. Alexander Tempelmayr,  Ignaz-Harrer-Str. 84, A-5020 Salzburg, Telefon: 0664/3511 793; alexander.tempelmayr@gswb.at;  www.wohnen.net

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