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Wertschöpfungseffekte der Gemeinnützigen für Salzburg

24.06.15  

Die GBV Landesgruppe Salzburg besteht aus sechs gemeinnützigen Bauvereinigungen: gswb, Salzburg Wohnbau, Heimat Österreich, „die salzburg“, Wohnbau Bergland und Gemeinnützige Eigenheim-Baugemeinschaft.

Seit mehr als sieben Jahrzehnten schaffen die Salzburger Gemeinnützigen leistbaren Wohnraum für die Salzburger Bevölkerung. Rund 30 Prozent der Bewohner unseres Bundeslandes leben in einer Wohnung, die von einer gemeinnützigen Bauvereinigung errichtet wurde oder aktuell verwaltet wird.

Das Jahr 2015 der GBV Landesgruppe

Das Investitionsvolumen der Salzburger gemeinnützigen Bauvereinigungen bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Im Drei-Jahres-Durchschnitt (2013: 231 Mio. €, 2014: 228 Mio. €, 2015: 231 Mio. €) sind es exakt 230 Millionen Euro, die in die Errichtung von Wohnungen und Kommunalbauten sowie in die Sanierung von Gebäuden investiert werden.

Die GBV trägt dadurch massiv zur Arbeitsplatzsicherung bei. Mehr als 90 % der Aufträge werden an Unternehmen vergeben, die ihren Firmensitz in Salzburg haben. Von den 231 Millionen Euro, die heuer für Bauleistungen ausgegeben werden, entfallen rund 198 Millionen Euro auf den Neubau und 33 Millionen Euro auf die Sanierung und laufende Instandsetzung von Wohnanlagen. Mit einem Neubauvolumen von fast 200 Millionen Euro entfällt etwa ein Drittel des gesamten Hochbauvolumens im Land Salzburg auf die gemeinnützigen Wohnbauträger.

Im Vorjahr  konnten 1.109 Wohnungen (850 Miet- und 109 Mietkaufwohnungen sowie 150 Eigentumswohnungen) mit einer Gesamtwohnfläche von mehr als 77.000 Quadratmetern im ganzen Land an die Wohnungsnutzer übergeben werden. Damit leisten die Salzburger Gemeinnützigen einen Beitrag zur Preisdämpfung und sichern leistbaren Wohnraum für die Bevölkerung. Etwa die Hälfte der Miet- und Mietkaufwohnungen entfiel auf die Landeshauptstadt Salzburg. Im Pinzgau waren es 330, im Flachgau 219, im Pongau 71, im Lungau 13 und im Tennengau 8 Wohnungen, die fertiggestellt werden konnten.

Das Jahr 2015 bringt 400 Wohnungsübergaben mehr als im Vorjahr

Die Zahl der Übergaben wird 2015 einen neuen Höchststand erreichen. So ist heuer die Fertigstellung von exakt 1.509 Miet-, Mietkauf- und Eigentumswohnungen geplant. Die größte Steigerung wird es in der Stadt Salzburg geben: 570 Miet- und Mietkaufwohnungen sowie 62 Eigentumswohnungen werden übergeben. Im Flachgau sind es 355, im Pongau 234, im Pinzgau 232, im Tennengau 48 und im Lungau 8 Wohnungen. Mit einer Gesamtwohnnutzfläche von rund 88.500 Quadratmetern werden die Gemeinnützigen zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes beitragen.

Dieses Jahr bringt Baustart für weitere 1.766 Wohnungen

Vor allem in der Landeshauptstadt Salzburg, aber auch in den Zentralgemeinden der Bezirke sind leistbare Wohnungen Mangelware. Zu den Aufgaben der Salzburger gemeinnützigen Wohnbauträger zählt in erster Linie die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum in Stadt und Land. So kann heuer mit dem Bau von 1.766 Miet-, Mietkauf- und Eigentumswohnungen mit einer Gesamtwohnnutzfläche von rund 109.000 Quadratmetern begonnen werden. Davon werden die Wohnungssuchenden in der Stadt Salzburg und in den Landgemeinden in den nächsten Jahren profitieren. Alleine in der Landeshauptstadt wird mit dem Bau von 722 Wohnungen begonnen, im Flachgau sind es 478, im Pinzgau 293, im Pongau 157, im Tennengau 104 und im Lungau 12 Miet-, Mietkauf- und Eigentumswohnungen, für die heuer der Spatenstich bereits erfolgt ist bzw. erfolgen wird.

Nicht nur Wohnbau, auch Bauten für Gemeinden

Der überwiegende Teil der Bautätigkeit der Salzburger Gemeinnützigen entfällt auf Wohnbauten. Daneben unterstützen die Bauvereinigungen aber auch zahlreiche Gemeinden unseres Bundeslandes bei der Realisierung öffentlicher Bauaufgaben. So haben gemeinnützige Bauvereinigungen im Vorjahr beispielsweise den Kindergarten Freiraum Maxglan, eine Kinderbetreuungseinrichtung in Taxenbach und Bad Vigaun, das Ärztezentrum Golling und das neue Geschäftszentrum in Grödig errichtet. Fertig gestellt werden heuer ein großes Wohn- und Geschäftszentrum in Bischofshofen, das Seniorenwohnhaus Werfen, das Henndorfer Schulzentrum  und das neue Zeughaus der Feuerwehr Hüttschlag. Der Baustart erfolgt heuer für ein Schulzentrum in Radstadt, ein Laborgebäude der Universität in Salzburg sowie die Erweiterung des Seniorenwohnhauses in Hof.

 

 

Volkswirtschaftliche Analyse 2005 - 2014

Die Wirtschaftsaktivitäten der sechs gemeinnützigen Bauvereinigungen Salzburgs stellen einen signifikanten Wirtschaftsfaktor für das Bundesland Salzburg dar. Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider der Universität Linz hat dies in einer volkswirtschaftlichen Analyse für den Zeitraum 2005 bis 2014 untersucht. Verantwortlich dafür sind die drei Nachfrageimpulse, die von den Gemeinnützigen ausgehen. Zum einen sind dies die Investitionen im Bereich Neubau und Sanierung, zum zweiten die Konsumausgaben der bei den Gesellschaften angestellten Personen und zum dritten jene Konsumausgaben, die sich für Mieterinnen und Mieter aufgrund der Mietpreisersparnis im Vergleich zur Marktmiete ergeben. Diese drei Nachfrageimpulse summierten sich im Untersuchungszeitraum auf durchschnittlich rund 400 Millionen Euro pro Jahr. Sowohl für das Bundesland als auch für die Stadt Salzburg zeigt sich, dass die Salzburger Gemeinnützigen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für dieses Bundesland darstellen. Im Untersuchungszeitraum stieg die regionalwirtschaftliche Bedeutung der gemeinnützigen Gesellschaften stetig an und betrug alleine im Vorjahr 487,4 Mio. Euro.

GBV als wesentlicher regionaler Wirtschaftsfaktor

Im Untersuchungszeitraum stieg die regionalwirtschaftliche Bedeutung der gemeinnützigen Gesellschaften stetig an. Zurückzuführen ist dies zum einen auf die gestiegenen Investitionstätigkeiten und zum anderen auf die steigende Mietpreisersparnis, die zu laufend mehr Konsumausgaben geführt hat. 2014 belief sich der Beitrag der Aktivitäten der gemeinnützigen Bauvereinigungen zum Bruttoregionalprodukt Salzburgs bereits auf weit mehr als eine halbe Milliarde Euro. Durch die Wirtschaftsaktivitäten der gemeinnützigen Bauvereinigungen konnte in Summe ein zusätzliches BIP mit durchschnittlich 457,8 Mio. Euro jährlich erzielt werden (siehe Tabelle 1 / Seite 5 im Anhang). Der Beitrag zum Bruttoregionalprodukt Salzburgs beschränkt sich dabei keinesfalls ausschließlich auf den Bausektor. Es entfällt zwar mehr als ein Viertel der gesamten zusätzlichen Bruttowertschöpfung auf diesen Sektor, jedoch verteilen sich knapp drei Viertel auf alle anderen Wirtschaftssektoren (siehe Tabelle 2, Seite 6 im Anhang). Das zusätzliche Masseneinkommen betrug jährlich durchschnittlich 262 Mio. Euro. Durch die Wirtschaftsaktivitäten der Gemeinnützigen in Salzburg konnten im Durchschnitt zusätzlich 5.943 Personen mit Jahresvollzeitarbeitsplätze pro Jahr beschäftigt werden.

Die Gemeinnützigen und ihr Beitrag zur sozialen Stabilität

Von den wirtschaftlichen Aktivitäten der Gemeinnützigen profitiert auch der Staat. In erster Linie der Bund, aber auch das Land Salzburg und die Gemeinden. Denn sowohl Investitionen, Konsum als auch Einkommen sind mit öffentlichen Einnahmen in Form von Steuern und Abgaben verbunden. Die (miet)preissenkende Wirkung der Aktivitäten der gemeinnützigen Bauvereinigungen ist auch von zentraler sozialpolitischer Bedeutung. Nicht zuletzt tragen gemeinnützige Gesellschaften dazu bei, dass eine große Anzahl an Wohnungen mit niedrigeren Mieten als am freien Markt zur Verfügung stehen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Wohnzufriedenheit Zigtausender Menschen und zur sozialen Stabilität der Gesellschaft geleistet. Gerade im Bundesland Salzburg, mit österreichweit überdurchschnittlichen Mietpreisen, stellt dies einen nicht zu unterschätzenden positiven Beitrag dar.

 

Bildtext Personenbild v.l.n.r.:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider, Obmann-Stv. Dir. Markus Sturm, Obmann Dir. Dr. Christian Wintersteller, Bmst. DI Peter Ebster

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